Hornusser


Das Motiv unserer Häs-Gruppe ist der Hornusser (hochdt.: Hornisse, lat.: vespa crapro), die größte Wespenart Mitteleuropas. Der Grund für die Wahl dieses Motivs liegt weit in der Geschichte unserer Gemeinde zurück.

Schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts (genau gesagt 1402) bestanden Grenzstreitigkeiten mit dem unliebsamen Nachbarort Appenweier.

Der verhasste Nachbar führte stets sein Vieh zum Weiden über Urloffens Gemarkung, was sich die Bürger des Meerrettich-Ortes nicht gefallen lassen wollten.

Man lauerte den Eindringlingen mit Knüppeln bewaffnet auf und überfiel die ahnungslose Meute mit Lärm und Geschrei, woraufhin die Appenweierer nach kurzem, ungleichem Kampf die Flucht ergriffen. Jedoch gaben sie sich nicht geschlagen.
Zum Schutz vor den harten Knüppelschlägen banden sie sich mit Sand gefüllte Säcke um, die die Wucht der Hiebe dämpfen sollten.

So ausgerüstet zogen sie wieder auf Urloffer Boden, wo sie bereits erwartet wurden.

Als Urloffens Mannen erkannten, dass ihre Knüppel keinerlei Wirkung mehr gegen die ungebetenen Gäste zeigten, eilte ein schlauer Urloffer mit einem Bienenkorb herbei, in dem sich ein Schwarm Hornissen befand. Diesen warf er samt seinem brusigen Inhalt in die Appenweierer Schlachtreihen.

Grölend sahen die Merrettichdörfler zu, wie der Feind von den gereizten Insekten attackiert, die Beine in die Hand nahm.